3. Tipp für dein Wohlbefinden: Hoffnungsvoll sein!

Bereits seit den 1970er-Jahren zeigen zahlreiche Forschungsarbeiten, dass die Selbstwirksamkeitserwartung (Bandura 1977) einen erheblichen Einfluss auf das psychische Wohlbefinden hat. Selbstwirksamkeitserwartung ist die eigene Einschätzung, ob eine bevorstehende Herausforderung bewältigt werden kann. Bandura geht von der Annahme aus, dass diese subjektive Einschätzung einer Person auf den Grad der Zielerreichung wirkt.

 

Drei Punkte sind in diesem Zusammenhang von Bedeutung:

1. der Schwierigkeitsgrad,

2. der Aufwand  und

3. die Ausdauer 

 

Eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung führt zu der Überzeugung, Herausforderungen von hohem Schwierigkeitsgrad bewältigen zu können. Dafür wird ein größerer Aufwand akzeptiert und im Falle von auftretenden Schwierigkeiten mehr Ausdauer bewiesen. Durch die erfolgreich bewältigte Situation entstehen positive Erfahrungen, die im Zuge der neuronalen Anpassung über die Entwicklung von Bewältigungsstrategien zur Selbstwirksamkeitserwartung führen (vgl. Bandura 1997, S. 39 ff.). Bei der nächsten Herausforderung wird die Selbstwirksamkeitserwartung das Verhalten positiv beeinflussen. Damit entsteht Selbstwirksamkeitserwartung aus positiven Erfahrungen und führt auch zu selbigen. In diesem regulativen Prozess liegt die theoretische Erklärung für die gesundheitsfördernde Wirkung der Selbstwirksamkeitserwartung, denn eine starke Ausprägung ermöglicht die Kontrolle von potentiellen Stressfaktoren und damit eine verbesserte Stressbewältigung (vgl. Bandura 1988; Conn 1997). 

 

3. Tipp für dein Wohlbefinden: Hoffnungsvoll sein!

Wenn du hoffnungsvoll bist, dann bist du überzeugt, dass du zukünftige Herausforderungen meistern wirst. Du glaubst an dich. Deine Überzeugung trägt dich auch, wenn es mal nicht so läuft, wie du es dir vorgestellt hast. Erinnere dich daran, dass nichts ewig dauert und dass die Dinge sich wieder ändern werden. Zum Positiven!

 

Quellen: 

Bandura, Albert (1977). Self-Efficacy: Toward a Unifying Theory of Behavioral Change. In: Psychological Review, 84 (2), S. 191-215. Washington DC: American Psychological Association. 

Bandura, Albert (1988). Perceived Self-Efficacy in Coping with cognitive Stressors and Opioid Activation. In: Journal of Personality and Social Psychology, Vol. 55, Nr. 3, S. 479-488. Washington DC: American Psychological Association.   

Bandura, Albert (1997). Self-efficacy: The exercise of control. New York: Freeman 

Conn, Vicki S. (1997). Older women: Social cognitive correlates of health behaviour. In: Women and Health, Vol. 26, Nr. 3, S. 71-85. London: Routledge.